Witwen in Kenia

Witwen in Kenia

Gemeinsam stark

Im Westen Kenias, auf dem Gebiet der ehemaligen Provinz Nyanza, ist das St. Monica Village zuhause. Dieses von Dentists for Africa unterstützte Projekt ist eine Selbsthilfegruppe von zum Großteil HIV-positiven Witwen, die sich zusammengeschlossen haben, um gemeinsam die Lebensumstände ihrer Familien zu verbessern.

Wir setzen uns für Witwen in Kenia ein

Armut, eine schlechte Gesundheitsversorgung, Defizite bei der Sexualaufklärung sowie erschreckende Verhältnisse im Bereich der Frauenrechte machen Witwen zu einer besonders gefährdeten Gruppe innerhalb Kenias. 

Zur Dentists for Africa Webseite

Armut

Fast die Hälfte aller Kenianer lebt in Armut. Besonders hart treffen die prekären Lebensumstände im Land Kinder und Frauen - denn letztere dürfen nach dem Recht ihrer jeweiligen Stämme oftmals nicht arbeiten und sind daher obdach- und mittellos, wenn ihre Ehepartner sterben. 

HIV

Schätzungen zufolge sind derzeit etwa 300.000 Kenianer an HIV erkrankt - vor allem in ländlichen Regionen beläuft sich die Infektionsrate zum Teil auf über 20% der Bevölkerung. Verantwortlich dafür sind neben einer mangelhaften Gesundheitsversorgung vor allem große Defizite in der Sexualaufklärung. 

Frauenrechte und Vertreibung

In weiten Teilen Kenias dürfen Frauen weder Eigentum oder Grundbesitz haben, noch einem Beruf nachgehen. Sterben ihre Ehepartner, werden sie in weiten Teilen des Landes an die Familie des Verstorbenen weiter vererbt und der so genannten "Witwenreinigung" unterzogen: Einem unter Zwang durchgeführten sexuellen Ritual, das der ungehinderten Verbreitung von HIV Vorschub leistet.